Allgemein, Kurzgeschichten

Und an welchen Tag wurden sie verrückt ? das Feld 3

Die Nacht bricht herrein, während der Frost die Wälder und Wiesen erobert. Bissig und kalt, zieht er von Ort zu Ort und lässt nichts unberührt. Sein Atem lässt Blut gefrieren und Adern zerbersten.

In all der weißen Kälte stand er, mitten auf einem Feld, am Stadtrand eines kleinen Ortes, dunkel gekleidet einen altmodischen Hut auf dem Kopf und einen Hund neben sich, nicht zu erkennen, ob dieser an einer Leine war oder nicht,denn zu dem Frost gesellte sich farblich passend Nebel.

Ein Nebel der immer dichter wurde, so dicht, das man glaubte man könne die eisigen Wolken des Schöpfers streicheln.

Doch diese Wolken verbargen den Blick auf den einsamen Mann mit dem Schäferhund ähnlichen Tier. Sie redete sich ein, er sei dort nur spazieren gegangen,ein neuer aus dem Ort,den sie einfach noch nicht kannte und der ihr zuvor nie aufgefallen war.

In der nächsten Nacht, das selbe Szenario, nur lief nun der Hund frei umher.. er streunerte um sein Herrchen, der regungslos dort in mitten des Feldes stand.

Mit einem mulmigen Gefühl ging sie fort vom Fenster und schloss die Gardinen, liess es sich aber nach einer Stunde nicht nehmen,die Gardinen ein wenig zur Seite zu schieben um nach zusehen,ob der Mann noch dort stand.

Auch er war fort, sie Atmete zu ihrem eigenen Erschrecken merklich auf und setzte sich vor dem Fernseher.

Danach sah sie ihn nicht wieder und es kam ihr auch nie in den Sinn, das sie ihn auf der Distanz, bei demWetter hätte nie sehen dürfen, die distanz war viel zu groß um jemand dunkel gekleideten in der Nacht zu erkennen,doch das kam ihr nie in den Sinn.

Erst Monate später, als der Frühling bereits hereinbrach, kam es ihr in den Sinn. Das sie selbst nun,wo die Sonne später unterging und der Nebel nur sanft den Boden bedeckte, den spielenden Hasen nicht bis zur Mitte des Feldes mit ihrem Blick hat folgen können.

Sie erwischte sich dabei, ihre Wahrnehmung in Frage zu stellen, sie ertappte sich dabei, nach dem Mann zu suchen, nur um sicher zu gehen, das es real war.

Doch genau an diesen Abend kam sie später nach Hause und dieser Mann stand nicht in mitten des Feldes, sondern mitten auf der Straße. Sie musste dort nicht lang, aber die Scheinwerfer ihres autos erfassten ihn bevor sie rechts auf ihre Hofeinfahrt einbog. Sie wollte zögern, sie wollte aber auch schnell ins Haus, er machte ihr Angst und sie wusste einfach nicht wieso.

Keine Nacht in der sie nicht erst alle fenster kontrollierte und Türen, ob sie wirklich verriegelt waren, immer mal wieder sah sie den Mann mit seinem Hund in der Nacht,selten am Tag. Sicherlich war er nur einer von vielen Einwohnern, nur das dieser gerne im dunkeln Gassie ging. Sie konnte nur ihr Gehirn davon nicht überzeugen, das alles gut und normal war.

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